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Puerto Rico 2012 von MARIE & VIVIEN

 

Improvisation ist alles

Der heutige Tag begann etwas schwierig. Improvisation ist hier großgeschrieben. Eigentlich gingen alle davon aus, dass wir nach dem Training zurück ins Hotel fahren und am Nachmittag ein Outlett-Center besuchen. Abfahrt zum Training sollte 10:00 Uhr sein. Die Busse waren auch pünktlich da. Was ist also das Problem? Beim Treffpunkt in der Lobby erfuhren wir, dass es direkt vom Training ins Outlett-Center geht und dann gab es das Dinner im Trainingscenter. Das bedeutete, wir mussten alles mitnehmen.
Nun wurde es kompliziert. Was ist mit der Kajak-Tour, findet diese heute Abend statt? Müssen wir diese Sachen auch noch mitnehmen? Was nun. Unsere Großeltern sind bereits zu einem Spaziergang aufgebrochen. Sie wollten aber am Nachmittag mit zum Training kommen. Wie erreichen wir sie? Bei den Bautzenern das gleiche Problem, die Eltern sind schon an den Pool oder zum Strand, alle wieder ran, sie müssen also alle mit zum Training kommen. Die Zeit drängelt. Die Busse dürfen nicht so lange auf der Straße vor dem Hotel stehen, sonst gibt es Ärger.
Mit einigem Trouble und Ärger mit den Eltern aus Bautzen, die diese „schlechte Planung” (wir nennen es Improvisation) überhaupt nicht verstehen, konnten wir endlich zum Trainingscenter aufbrechen. Dort wartete man schon auf uns. Alle begannen sich warm zu machen. Bloß nicht zu hastig. Warm machen ist gut bei gefühlten 50 Grad. Aber die Muskulatur muss halt noch erwärmt und gedehnt werden, bevor wir endlich loslegen können. Die Hitze macht uns allen ganz schön zu schaffen. Das Magnesia fühlt sich auch ganz anders an, als wir es gewohnt sind. Unsere Handtücher sind unsere ständigen Begleiter. Und Gott sei dank, gibt es einige Ventilatoren in der Halle. Langsam legen wir mit den Elementen los und bevor wir unsere Choreographien richtig begonnen haben zu üben ist es schon passiert. Elisa ist gestürzt. Also ist kühlen angesagt. Die Hitze ist halt richtig schwierig. Einerseits können wir nicht richtig in die Elemente rutschen, weil wir zu nass geschwitzt sind und andererseits rutschen wir aneinander ab, sodass unsere Elemente einkrachen oder wir beim Salto nicht richtig fangen können. Außerdem ist das Training bei diesen Temperaturen doppelt so anstrengen.

Viele von uns konnten heute nicht ihre beste Form abrufen. Zu oft war unsere Haut rutschig und unsere Pyramiden rutschten zusammen. Wir sind froh, dass wir noch ein paar Tage zum Üben haben. Am Ende des Trainings haben wir noch mal unsere Showprogramme zusammen mit den Sportlern aus Bautzen geübt, die wir auf der Abschlussveranstaltung zeigen wollen. Auch hier stürzten wir und alle auf Luise. Auch sie hat sich am Kopf weh getan, aber nach einer kurzen Abkühlung am Trinkbrunnen ging es ihr wieder besser. Auch unserer Elisa ging es wieder gut und sie konnte wieder turnen. Leider mussten wir unsere Josi heute im Hotel lassen, damit sie ihren Sonnenstich auskurieren kann. Dafür ist unsere Trainerin Katrin eingesprungen, damit Leni und Elisa ihre Übung turnen konnten.


So war die Zeit schnell um und wir machten uns auf den Weg zum Outlett-Center. Drei Stunden Shopping war angesagt. Alles Markengeschäfte, die Preise ließen aber zu wünschen übrig. Einige haben tolle Sachen gefunden, andere vergnügten sich mit hohen Schuhen. Die Meisten von uns haben sich aber neue Sportoberteile gekauft, denn diese gab es hier als Schnäppchen. (wem sie nicht zu groß waren)


Pünktlich waren alle wieder am Bus und es ging auf zum Abendessen in der Turnhalle. Heute gab es Hamburger. Von der starken Hitze und dem anstrengenden Einkaufsbummel hatten die Meisten keinen großen Hunger. Daher waren wir schnell fertig und konnten ins Hotel zurück fahren. Dort angekommen wollten wir bloß noch in den Pool baden gehen. Toll, wen man da so alles kennenlernt. Neben deutschsprachigen Italienern trafen wir auch eine Salsa-Tanzgruppe aus New York im Pool. Natürlich wollten wir eine Showeinlage sehen und das, was wir da zu sehen bekamen, verschlug uns die Sprache. So schnell und graziel haben wir noch keinen tanzen gesehen.


Zwar wollten sie von uns auch eine Show sehen, aber unsere Trainer haben es uns auf dem harten Poolgelände verboten zu turnen und der Strand war schon geschlossen. Daher bekamen wir kurzer Hand einen kleinen Salsa-Kurs. Schnell waren die Basics erlernt und wir begannen mit einigen Kombinationen. Leider war die Zeit viel zu kurz.


Freiwillig verschwanden wir alle auf unsere Zimmer. Der Tag war lang und die Letzten lagen gegen 21:00 Uhr in ihren Betten.

Marie und Vievien
15 Jahre und 18 Jahre