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Puerto Rico 2012 von ANNE & ANNIKA

 

Puerto Rico – wir kommen

Samstag früh 1:00 Uhr sollte Abfahrt sein für die Krostitzer Akrobaten. Alle trafen sich ganz aufgeregt am Bus. Gelernt aus der Vergangenheit, wurden diesmal bereits vor dem Bus die Pässe kontrolliert. Haben alle ihre Showkostüme und ihre „Pflichtsache” mit? Natürlich nicht. Also, schnell noch mal nach Hause fahren und die Sachen holen.


Gegen 01:15 Uhr konnte der Bus dann endlich seine Fahrt nach Frankfurt antreten. Eigentlich sollten ja alle ein wenig schlafen, denn der Tag wird noch richtig lang werden. Aber weit gefehlt. Alle waren viel zu aufgeregt und schnatterten die ganze Fahrt. Außer wir Großen. Wir hatten bis zur Abfahrt durchgemacht und waren nun müde. Somit legten wir uns in den Gang und haben super geschlafen. Langsam wurde es hell draußen und unser Bus kam 6:30 Uhr in Frankfurt/Flughafen an. Alle aussteigen, Koffer schnappen und zum Check In. Dort warteten bereits die Akrobaten aus Bautzen auf uns. Die Ärmsten sind bereits 23:30 Uhr losgefahren und standen nun schon eine Stunde auf dem Flughafen rum. Unser Check In Schalter war bereits geöffnet und „natürlich” freuten sich die netten Damen und Herren vom Bodenpersonal, dass sie nun 53 Personen einchecken durften. Wir hatten Glück, alle haben gut gepackt, kein Koffer war zu schwer. Was nun mit den übrigen 3 Stunden anfangen? Durch die Passkontrolle wollten wir noch nicht, also belegten wir alle vorhandenen Sitzplätze davor und unsere Kiddi's machten den Flughafen unsicher.


2 Stunden vor Abflug machten wir uns auf den Weg. Anstellen bei der Passkontrolle. Dort ging es schon schleppend voran, aber wir wussten nicht, dass es dahinter noch langsamer vorwärts gehen wird. Abflug Terminal 1 Gate C 4. Das war ja schnell gefunden, aber wo ist Bautzen? Die waren bereits am C 8 durch die Zollkontrolle, aber das ist doch die ganz andere Richtung von C 4. Angerufen. Bautzen war der felsenfesten Überzeugung am Gate 8 richtig zu sein, obwohl die Anzeigetafeln Gate 4 auswiesen. Wir stellten uns brav an C 4 an. Ohne Getränke, die wir bereits vor der Passkontrolle entsorgten, mussten wir noch warten bis der Zoll seine Pforten öffnete. Nun war es endlich soweit. Alle wurden gefilzt. Sogar unser Maskottchen wurde entblößt und „gereinigt”, damit es ja keine Drogen oder Bomben mit in den Flieger schmuggelt. Das Zufallsprinzip suchte sich Malin und Christa für die besondere Kontrolle (Überprüfung) aus. Bereits durch das Röntgen durch, wurden sie vor der Bordinghalle abgefangen und an der Seite noch mal gesondert überprüft. Alle Taschen mussten ausgepackt werden. Aber nichts wurde gefunden. Nach einer ganzen Weile und einigen Telefonaten, ist auch Bautzen am Gate 4 eingetroffen. Nun war unsere Delegation komplett. Endlich konnte es losgehen. Der Flieger öffnete seine Türen. Wir saßen wieder einmal über das ganze Flugzeug verteilt, aber bei 53 Personen war es nicht schwer die Plätze so zu tauschen, dass jeder seinen gewünschten Platznachbarn hatte, mit dem er die nächsten 9 Stunden auskommen musste. Kaum gestartet ging es schon los. Die ersten Getränke kamen. Eigentlich waren wir alle bloß müde. Schließlich waren wir ja schon knapp 11 Stunden unterwegs, aber es ging weiter. Die erste Mahlzeit kam und schon wieder Getränke. Endlich alles wieder weg vom Schoß, denkste du kannst schlafen – nein, – Duty free – interessiert uns nicht. Ein kurzes Nickerchen, schon wieder Getränke. So, aber jetzt. Nein, jetzt kam ein kleiner Snack.


Nun wollten wir auch nicht mehr schlafen, was nun. Fernsehen? Keine Lust, außerdem mussten wir die Kopfhörer kaufen, dann erst recht nicht. Also Laptop auspacken. Schnell saß der halbe Flieger drum herum und wir sahen uns unsere übungen an und Fotos usw. So war eine ganze Menge Zeit schnell rum. Jetzt hätten wir Durst, aber es kam nichts. Unser Durst wurde immer größer aber es kam immer noch nichts. Also versuchten wir wieder etwas zu schlafen. Wie sollte es anders sein, jetzt kamen die Getränke und auch gleich das nächste Essen. Also verbrachten wir die meiste Zeit im Flieger mit – E S S E N –. Endlich ist es soweit. Unser Flugzeug beginnt mit dem Sinkflug. Die Insel Puerto Rico ist schon zu sehen. Geschafft, wir sind gut in San Juan gelandet. Hier ist es 14:14 Uhr ortsüblicher Zeit. Wir lassen zuerst alle anderen Passagiere aussteigen, bevor wir uns auf den Weg machen. So haben wir auch einen besseren überblick, dass nichts liegen bleibt. Im Durchgang zwischen Flieger und Gangway konnten wir kurz spüren, welche Hitze uns die nächsten 10 Tage erwartet. Aber zuerst müssen wir noch durch die Pass- und Zollkontrolle. Brav haben wir alle unser Essen im Flieger gelassen. Wir haben vom letzten Mal gelernt, als ein Schnüffelhund unsere äpfel und Brötchen aufspürte. Nun begann aber erst einmal das Warten. Wir mussten uns gaaaaanz hinten anstellen. Nur drei Schalter von 10 Möglichen waren geöffnet. Jeder Passagier musste einzeln durch, jeder musste von beiden Händen die Fingerabdrücke abgeben, jeder wurde fotografiert, mit jedem wurde ein kurzer Plausch gehalten, was er im Land möchte, was er mitbringt, ob er was kaufen möchte usw. Es war ziemlich lange, bis wir endlich dran waren. Nun merkten auch die Puertoricaner, dass sie unsere Gruppe zu dritt nicht schaffen und öffneten noch ein paar Schalter. Gegen 16:30 Uhr konnten wir endlich den Flughafen verlassen. Unsere Gastgeber warteten bereits mit einer tollen Delegation und einer Puerto Rico Queen (die jedem von uns ein kleines Gastgeschenk überreichte) auf uns. Die netten Jungen und Muttis der puertoricanischen Sportler nahmen uns das Gepäck ab und brachten uns zu den Bussen.


Natürlich wartete wieder ein gelber Schulbus auf uns. Fürs Gepäck gab es zwei andere Autos. Die Delegation von Mecklenburg-Vorpommern war auch schon eingetroffen. Gemeinsam wurden wir ins Hotel kutschiert. Dort eingetroffen, mussten wir wieder warten, denn unsere Zimmer waren noch nicht fertig. Durstig von der Fahrt, gingen einige von uns erst einmal in den Supermarkt Getränke kaufen. Hier ist das Wasser viel teurer als Fanta, Cola, Sprite. Also werden wir wohl die nächsten Tage auf Sprite umsteigen. Wir erkunden in der Zwischenzeit das Hotel, die Poollandschaft und den Strand. Riesig und einfach nur toll.


Zurück von unserer Shopping-Tour sind unsere Zimmer immer noch nicht fertig, also wieder warten. Einige halten es nicht mehr aus und holen ihre Badesachen raus, um in den Pool zu springen. Das Wasser ist zu verlockend. Andere nutzen die Lobby des Hotels als Tanzfläche, denn es kommt typische Latino-Musik aus den Lautsprechern. Auch diese Zeit brachten wir gut herum und die Meisten konnten gegen 19:30 Uhr endlich ihre Zimmer beziehen. Nur eine Gruppe von 4 Mädchen musste noch warten. Kaum in den Zimmern, wurde uns auch schon unser Abendbrot gebracht. Aber wo können wir uns gemeinsam hinsetzen und essen? überall wurden wir vertrieben. Die Tische am Strand gehörten zu einem kleinen Restaurant, die Tische am Pool ebenso, auf den Liegen am Pool durften wir auch nicht essen. Somit trafen wir uns alle im 3. Stock, wo unsere vier Mädels noch auf ihr Zimmer warteten und verteilten uns auf die vorhandenen Stühle und der Rest saß auf dem Boden und so nahmen wir dann unser Abendbrot zu uns.
Jetzt wollen wir aber endlich alle in den Pool. Es ist schon lange Dunkel aber nun gehört der Pool uns. Wir haben alle viel Spaß bei unseren Wasserspielen. Auch Akrobatik haben wir ausprobiert. Saltos üben sich im Wasser ja auch nicht schlecht, aber unsere Trainer haben etwas dagegen. Das Verletzungsrisiko ist zu hoch. Nun ist es bei euch schon 03:30 Uhr und ihr schlaft schon lange. Wir werden jetzt auch nach 26 Stunden seit Reiseantritt unsere Betten aufsuchen. Morgen haben wir erst einmal einen freien Tag und wir können in Ruhe die Umgebung erkunden. Jetzt werden wir aber erst einmal schlafen gehen.

Bis dahin ganz liebe Grüße
Eure Annika und Anne
15 Jahre und 14 Jahre